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Jöhlinger Str. 95, 76536 Weingarten

Komplett neues Dach und Fassadensanierung

 

 

     
     
     

Das in den 1950er Jahren erbaute Wohnhaus in der Jöhlinger Str. 95 in 76356 Weingarten hatte ursprünglich ein nicht ausgebautes, flaches Walmdach. Dieses wurde anfang der 1980er Jahre mit den Schlafräumen für eine vierköpfige Familie ausgebaut und genügte heutigen Ansprüchen nicht mehr. Auch energetisch war das alte Dach eine Katastrophe. Deshalb wurde ein kompletter Abriss und eine neue Konstruktion erforderlich. Bei dieser Gelegenheit wird das Gebäude natürlich energetisch mit einer Thermischen Solaranlage und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung auf den neuesten Stand gebracht .Baubeginn war Ostern 2012, Fertigstellung Winter 2012/13.

In der Woche vor Ostern 2012 wurde das gesamte vorhandene Walmdach aus der Bauzeit von 1957 komplett abgetragen und sofort nach Ostern durch eine neue Dachkonstruktion aus Steico-Trägern ersetzt.

Die "dachlose" Zeit wurde einigermaßen glipflich überstanden. In der neuen Geometrie ist es möglich, im Dachgeschoss eine eigenständige, zweite Wohneinheit unterzubringen.

Die Dachträger haben eine Höhe von 300 mm und spannen frei über eine außermittig angebrachte Pfette. Sie werden innenseitig mit einer OSB-Platte verkleidet, die als Dampfbremse fungiert. Aussenseitig wird eine 35 mm starke difussionsoffen Holzweichfaserplatte als regensicheres Unterdach aufgebracht. Darauf kommen die Konterlattung, die Traglattung und die Ziegeldeckung. Beim Verlegen der Holzweichfaserplatte wird Zug um Zug unser NeptuTherm® durch den Zimmerer händisch eingebracht. Der U-Wert des Daches ist 0,13 W/m²K!

Die senkrechten Giebelwände bestehen aus einer 240 mm hohen Steico-Trägerkonstuktion, die vorelementiert an die Baustelle geliefert und binnen kürzester Zeit montiert wurde. Der innere und äußere Aufbau ist ähnlich wie beim Dach, nur wird die aussenseitige, senkrechte, 60 mm dicke HWF-Platte später verputzt. Innenseitg gibt es eine 60mm dicke Installationsebene.

Die gesamte neue Dachkonstruktion kragt 120 mm über die bisherige Fassade hinaus. Damit ist es möglich, auch das bisherige Erdgeschoss bündig mit dem neuen Dach bis nach unten an den Natursteinsockel nachträglich zu Dämmen. Dabei kommen als wärmebrückenarme Unterkonstruktion 120 mm hohe U*psi-Träger zur Anwendung. Darüber kommt eine 60 mm starke Putzträgerplatte aus HWF die mineralisch verputzt wird.